Ab in den Bauwagen

Als ich immer mehr Anfing mich mit dem Thema Minimalismus auseinander zu setzen, wusste ich noch nicht in welche Richtung mich das Führen würde. Wohnlich wollte ich mich sicherlich verändern, hatte aber keine gute Idee im Kopf.

Da ich aktiver Bushcrafter bin, wäre es für mich natürlich absolut unproblematisch gewesen mein Zelt oder Shelter irgendwo im Wald aufzubauen und darin zu wohnen. Aber da hätte man ja das Problem, das es keinen Strom und kein fließendes Wasser gibt – was mir nicht allzu wichtig ist – ich aber momentan nicht darauf verzichten möchte.




Ende

Dann kam mir die Idee in den Kopf: Wie wäre es denn auf einem Campingplatz im Zelt. Da besteht ja ohnehin auch die Möglichkeit etwas Größeres aufzubauen. Auch diese Idee verwarf ich relativ schnell, weil nach näherer Betrachtung die Plätze nicht das waren was ich mir vorgestellt hatte. Nichtsdestoweniger hielt ich an meiner Idee fest, wusste nur immer noch nicht in welche Richtung es geht. Vielleicht ein Baumhaus oder eine selbst gebastelte Hütte im Wald…..?!

Irgendwann kam einer Freundin dann Heike in den Kopf. Heike bewirtschaftet den Fellershof in Velbert im Stadtteil Nierenhof. Nach einem Gespräch mit ihr teilte sie mir relativ schnell mit, das mein Plan sich evtl. auf dem Hof in die Tat umsetzen lassen würde und ich sollte mal zu einem persönlichen Gespräch vorbeischauen.



3 Tage später war es dann soweit, ich schaute auf dem Hof vorbei. Wir hatten ein längeres Gespräch, während dessen, zeigte sie mir den Hof und erzählte mir viel über die anstehenden Arbeiten und die weiteren Bewohner des Hofes. Irgendwann kamen wir dann zu dem Punkt, wo sie mir anbot ein Zimmer im Haupthaus des Hofes zu mieten um dann dort zu wohnen. Auf dem Hof selbst gibt es noch 3 Hütten die als Gerätelager dienen, wobei eine davon schon als Wohnhütte umgebaut wurde und ein etwas größeres Häuschen, welches liebevoll Fischerhaus genannt wird. Alle Optionen kamen für mich nicht in Frage, weil es mich persönlich nicht zu dem Ziel gebracht hätte, was ich in meinem Kopf hatte. Vor dem Fischerhaus stand ein in die Jahre gekommener Bauwagen wo zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste was mit ihm geschehen sollte und so sprach ich Heike darauf an und sie sagte das es auch eine Möglichkeit wäre.



Nach weiteren Telefonaten mit ihr und einem erneuten Treffen hatten wir dann die Sache in trockenen Tüchern und ich konnte den Bauwagen auf dem Hof bewohnen. Er wurde dann an eine andere Stelle des Hofes geschoben damit es einfacher war einen Stromanschluss zu setzen und ich es nicht so weit zu den Sanitärräumen hatte. Und damit war das Thema relativ schnell durch und ich hatte den Bauwagen bezogen. Der Umzug an sich ging sehr schnell über die Bühne, da ich den größten Teil in meiner alten Wohnung lassen konnte und sogar noch ein wenig Geld für die Einrichtung bekommen habe. Im Endeffekt habe ich nur meinen persönlichen Besitz mitgenommen also, meine Klamotten und Gitarre, Laptop, diverser Kleinkram und 2 Kommoden.

Wie es dann weiter ging werde ich in einem weiteren Artikel ausführlich darlegen. Über Kommentare, Fragen, Anregungen oder sonstiges, freue ich mich sehr. LG Torben.




3 thoughts on “Ab in den Bauwagen

  1. Katrin Antworten

    Hey Torben,
    Dein Leben im Bauwagen finde ich toll und es erinnert mich an meine Schulzeit, da hatte ich einen Freund, dessen Eltern auch einen ausgebauten Bauwagen auf einem Stückchen wilden Land, mitten im Nirgendwo, stehen hatten. Da gab es kein fließend Wasser und auch keine Sanitäranlage…trotzdem haben wir ganz oft unsere Wochenenden da verbracht, im Winter haben wir Schnee geschmolzen zum Kochen und für Tee/Kaffee, geheizt wurde mit einem alten Holzofen, es gab Lagerfeuer und die Zeit war (neben meiner Kindheit) die schönste und leichteste, die ich bisher erlebt habe (auch wenn ich das kalte Brunnenwasser und die Klogänge gehasst habe, besonders nachts)..aber wir haben uns nie wieder so unbeschwert und frei gefühlt…
    Ich glaube, dass solche alternativen Lebenskonzepte in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden…die Idee mit den umgebauten Seecontainern ist auch sehr faszinierend…ich bin mal gespannt was sich da noch alles so entwickelt!!!
    Jedenfalls freue ich mich sehr über Lebensansichten wie die Deinen und wünsche Dir in Deinem Bauwagen eine ganz wundervolle Zeit!!!
    Lass es Dir gut gehn und sei lieb gegrüßt,
    Katrin, die nicht minimalistisch, aber sehr konsumreduziert und relativ bewußt lebt 🙂

    1. Profilbild von Torben

      Torben Antworten

      Hallo Katrin
      Ich muss mich vorab bei dir entschuldigen das du jetzt erst eine Antwort auf deinen Kommentar bekommst. Ich war die letzten 2 Wochen mit der Renovierung und dem Umzug in mein Winterquartier beschäftigt und habe einfach keine Zeit gefunden mich nebenher um den Blog zu kümmern. Vielleicht hätte ich das vorher ankündigen sollen, ich dachte ich wäre schneller durch mit dem ganzen Kram. Das was du geschrieben hast, hört sich definitiv sehr schön an und gerade in der Kindheit sind das immer sehr prägende Erinnerungen, die uns unser ganzes Leben lang begleiten. Ja die Geschichte mit den Seecontainern ist auch sehr toll und ich bin da auch schon mit einigen Leuten im Gespräch, dass soll aber eher eine Überraschung werden, die ich hier noch nicht verraten möchte. Vielleicht lässt sich da nächstes Jahr etwas in dieser Richtung umsetzen. Jetzt werde ich gleich erstmal schauen wie ich auf deinen Blog komme, um mich dort ein wenig umzusehen. Ich freue mich von dir zu hören. Liebste Grüße Torben. 😉

      1. Katrin Antworten

        Das mit der verspätenen Antwort finde ich nicht schlimm, lieber Torben!!!
        Das analoge Leben ist für mich auch wichtiger als das digitale und deshalb hab ich mir schon gedacht, das Du mit anderen Dingen beschäftigt warst…mir geht’s da mit meinem Blog und G+ ganz genauso…
        Bin gespannt wegen Deiner Seecontainerpläne und lass mich gerne überraschen!
        Lass es Dir gut gehn und genieß eine wunderschöne Vorweihnachtszeit…
        Alles Liebe
        Katrin 🙂

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